Brig
Geschichte
Erste urgeschichtliche Funde stammen aus der Bronze- und aus der jüngeren Eisenzeit (La-Tène). Umfassender sind diese auf der Gliserseite. Ausführliche Ausgrabungen in der Waldmatte in Gamsen zeigen, dass in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts vor Christus eine Siedlung entstanden ist.
Eingangs 16. Jahrhundert wurde Brig Hauptort des gleichnamigen Zenden und Sitz des Zendengerichtes.
1690 schlossen sich die Gemeinden Holzji, Glis und Gamsen zusammen.
Das 17. Jahrhundert ist von Kaspar Jodok von Stockalper (1609 - 1691) geprägt. Seine rege Bautätigkeit zeigt sich im Bau des Stockalperpalastes, Sebastianskapelle, Jesuitenkollegium mit dazugehöriger Kirche, Bauwerke die heute noch das Stadtbild von Brig prägen.
In den Jahren 1801 bis 1806 wurde durch eine Weisung Napoleons eine Strasse über den Simplonpass angelegt. Die Verbindung wurde am 9. Oktober 1806 in Brig eröffnet. Diese Strassentrasse wurde beim Bau der Nationalstrasse im 20. Jahrhundert weitgehend zerstört.
1910 startet der peruanischer Flugpionier Jorge Chávez (Geo Chavez) zur ersten Alpenüberquerung per Flugzeug von Brig (Gemeindegebiet Ried-Brig) nach Domodossola (er stürzt im Landeanflug ab und stirbt kurze Zeit darauf).
1972 Fusion der drei Gemeinden Brig, Glis und Brigerbad zur heutigen Stadtgemeinde Brig-Glis.
Sehenswertes
Brig gehört zur Tourismusregion Aletsch. Sehenswert ist die Altstadt, wo sich auch der Stockalperpalast befindet. Das stattliche Schloss hat drei Brig überragende Türme, welche die klingenden Namen Kaspar, Melchior und Balthasar tragen. Der Palast ist der grösste private Barockbau der Schweiz. Erbauer war der wohlhabende Handelsmann und Politiker Kaspar Jodok von Stockalper (1609-1691), der noch viele gemeinnützige Bauwerke im ganzen Wallis vollendete.
Aus dem 14. Jahrhundert stammt die Landmauer in Gamsen; ein Befestigungswerk, das sich quer zum Talgrund stellt.




