Stiftung Landmauer Gamsen

Zweck

Rettung, Erhaltung und Klassierung der Landmauer als nationales Baudenkmal; auch soll das Baudenkmal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden; schliesslich will die Stiftung die historische Forschung bezüglich der Landmauer und der damit in Zusammenhang stehenden Fragen fördern.

Vorstand Aktuell

Person

Funktion

seit

Wyder Heli-Norbert

Präsident  

10.2004

Zenklusen Urs

 

01.2002

Studer Kurt

 

11.2004

Schmidhalter Karl

 

12.2010

Amherd Franz-Josef

 

12.2010

Steiner Arnold Dr

 

12.2010

Benelli Anneliese

 

12.2013

Providoli Sophie

 

12.2013

Theler Erika

 

1995

Gründung - 18. August 1995 Stiftung Landmauer Gamsen

Gründung der Firma: 18. August 1995 Stiftung Landmauer Gamsen, in Glis, Gemeinde Brig-Glis, Pro Historia, 3902 Glis, Stiftung im Sinne von Art. 80 ff ZGB (Neueintragung). Stiftungsurkunde: 15. 5. 1995. Zweck: Rettung, Erhaltung und Klassierung der Landmauer als nationales Baudenkmal; auch soll das Baudenkmal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden; Schliesslich will die Stiftung die historische Forschung bezüglich der Landmauer und der damit in Zusammenhang stehenden Fragen fördern.

Organe: Kontrollstelle, Stifterversammlung, Stiftungsrat: 3 oder mehrere Mitglieder. Dem Stiftungsrat gehören an: Dr. Widmer Sigmund, von Winterthur und Zürich, in Zürich, Präsident; Escher Rolf, von Brig-Glis und Simplon; Amherd Viola, von Brig-Glis, beide in Brig-Glis; Dr. Heberlein Jürg, von Wattwil und Zürich; Forster Ernst, von Zürich, beide in Zürich; Blatter Anselmo, von Brig-Glis und Ried bei Brig, in Brig-Glis; Amherd Peter, von Brig-Glis und Mund, in Brig-Glis; Wyder Heli-Norbert, von und in Brig-Glis; Imhof Hans, von und in Lax, und Schmidhalter Martin, von Brig-Glis, Ried bei Brig und Termen, in Brig-Glis; Theler Erika, von Ausserberg und Raron, in Brig-Glis, und Steffen Hans, von Reckingen, in Brig-Glis, alle Mitglieder. Präsident führt Kollektivunterschrift zu zweien mit einem Mitglied des Stiftungsrats.

 

Dem Retter der Gamsner Mauer

Eine Gedenktafel für alt Stadtpräsident Sigmund Widmer im Wallis 27. Oktober 2005

Der 2003 verstorbene frühere Zürcher Stadtpräsident und Wahlwalliser Sigmund Widmer wird mit einer Bronzetafel an einer aufwendig restaurierten historischen Wehrmauer bei Gamsen westlich von Brig-Glis geehrt. Die bis zu sechs Meter hohe und zwei Meter breite Talsperre war im 14. Jahrhundert in Fronarbeit von den oberen drei Zenden des Oberwallis zur Abwehr von savoyardischen Angriffen auf einer Länge von 850 Metern zwischen dem Glishorn und der Rhone erstellt worden.

Rund 600 Meter des Wehrwalls wurden in den vergangenen Jahren mit Kosten von rund 750 000 Franken restauriert. Auf eine eigentliche Rekonstruktion hat man bewusst verzichtet, da weite Teile der Mauer noch standen und sie als einzige ihrer Art in der Schweiz noch recht gut erhalten war. Die ursprünglichen Dimensionen des Bauwerkes mit Zinnen und Wehrtürmen lassen sich dank den nun gesicherten Mauerresten erahnen.

Das Verdienst von Sigmund Widmer bestand darin, dass er sich 1993 an die Spitze einer breit abgestützten Stiftung zur Erhaltung dieser historischen «Letzi» stellte. Der Historiker und Politiker überzeugte die kantonalen und eidgenössischen Instanzen von der nationalen Bedeutung und damit von der Schutzwürdigkeit des Bauwerkes. Sodann sorgte er dafür, dass aus verschiedenen Quellen Gönnerbeiträge flossen. Die Leistung von Sigmund Widmer kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es habe viele Knoten zu lösen und Hürden zu überspringen gegeben, erklärte Stiftungsratspräsident Heli Wyder im Vorfeld der Einweihungsfeier vom heutigen Donnerstag. Dem Verhandlungsgeschick, dem Willen und der Durchschlagskraft Widmers sei es zu verdanken, dass dieser Zeuge einer entschwundenen Epoche der Nachwelt erhalten bleibe.

Die Bronzetafel in Gamsen trägt die Inschrift: «Dr. Sigmund Widmer (1919-2003) dem Retter der Landmauer in Dankbarkeit». Die Landmauer wird für die Besucher über einen Kultur- und Naturweg erschlossen. Hinweistafeln verweisen auf die historische Bedeutung und erläutern bautechnische Besonderheiten.